Treppen überwinden

Barrierefrei wohnen

Wer in jüngeren Jahren eine Wohnung oder ein Haus bezieht, macht sich oft keine Gedanken darüber, wie die Wohnbedingungen im Alter sein werden und ob die Wohnung altersgerecht ist. Barrierefreies Wohnen wird meist erst dann ein Thema, wenn ein Bewohner in seiner Mobilität eingeschränkt ist. Das kann jeden ganz unvermutet treffen. Wer beispielsweise nach einem Sportunfall mehrere Wochen ein Bein nicht belasten darf, für den wird jede Stufe und Treppe zu einem Hindernis, das er nur mit Kraftanstrengung gut gestützt oder hüpfend überwinden kann. Für jüngere und trainierte Menschen mag das eine Zeit lang mehr oder weniger gut zu meistern sein. Anders sieht es bei länger anhaltenden oder dauerhaften Bewegungseinschränkungen und für körperlich geschwächte und alte Menschen aus. Stufen und Treppen zur und innerhalb der Wohnung sind dann für viele nicht mehr ohne fremde Hilfe zu bewältigen.

Spätestens in dieser Situation wird man sich überlegen müssen, ob und wie sich die Wohnung den neuen Gegebenheiten anpassen lässt. Dabei wird eine ganz zentrale Frage im Raum stehen: Wie lassen sich Treppen im Wohnbereich problemlos überwinden?

Treppen überwinden

Ob gerade oder kurvig, steil oder sehr schmal – für fast jede Treppenform gibt es eigens für Privathäuser und Wohnungen entwickelte Treppenlifte, die nachträglich ohne großen Aufwand eingebaut werden können. Die maßgefertigten Lifte werden der individuellen Wohnsituation und den räumlichen Gegebenheiten angepasst. Dabei können viele persönliche Wünsche und Vorstellungen der Bewohner berücksichtigt werden.

Das gilt nicht nur für den Fall, dass Sie in eigener Wohnung oder eigenem Haus leben. Wohnraumanpassungen wie der Einbau von Treppenliften sind grundsätzlich auch in Mietwohnungen möglich. Nach geltendem Mietrecht benötigen Sie dafür die Einverständniserklärung Ihres Vermieters. Ohne triftigen Grund kann der Vermieter eine erforderliche barrierefreie Wohnanpassung nicht verweigern. Er darf aber bestimmte Auflagen machen und Bedingungen stellen wie z. B. den Rückbau der Veränderungen. Dies ist im Falle eines Treppenliftes problemlos möglich.

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Barrierefreiheit § 554a Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)

(1) Der Mieter kann vom Vermieter die Zustimmung zu baulichen Veränderungen oder sonstigen Einrichtungen verlangen, die für eine behindertengerechte Nutzung der Mietsache oder den Zugang zu ihr erforderlich sind, wenn er ein berechtigtes Interesse daran hat. Der Vermieter kann seine Zustimmung verweigern, wenn sein Interesse an der unveränderten Erhaltung der Mietsache oder des Gebäudes das Interesse des Mieters an einer behindertengerechten Nutzung der Mietsache überwiegt. Dabei sind auch die berechtigten Interessen anderer Mieter in dem Gebäude zu berücksichtigen.

(2) Der Vermieter kann seine Zustimmung von der Leistung einer angemessenen zusätzlichen Sicherheit für die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes abhängig machen. § 551 Abs. 3 und 4 gilt entsprechend.

(3) Eine zum Nachteil des Mieters von Absatz 1 abweichende Vereinbarung ist unwirksam.

Abhängig vom Grad der körperlichen Einschränkung sind verschiedene Varianten von Sitzliften oder Plattformliften geeignet.

Sitzlift

Für eine altersgerechte barrierefreie Wohnanpassung ist fast immer der Einbau eines Sitzliftes ausreichend. Denn selbst wenn das Stufensteigen zunehmend beschwerlich wird, bleiben die meisten doch so mobil, dass sie selbstständig bis zur Treppe gelangen, den Sitzlift per Fernbedienung in Position bringen und sich auf dem Sitz niederlassen können. Sicher und bequem geht es dann treppauf- oder -abwärts, sobald der Bedienhebel oder Taster an der Armlehne in Fahrtrichtung gedrückt wird.

Dank verschiedener Modelle und Montagesysteme lässt sich für fast jede Treppenform, sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich, ein passender Sitzlift finden, der ohne aufwendige Umbauten installiert werden kann.

Plattformlift

Plattformlifte sind ideal für Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Aber auch Personen, die einen Rollator benötigen, der mitbefördert werden muss, überwinden Stufen und Treppen am einfachsten mit einem Plattformlift.

Die Plattform gibt es je nach Bedarf in unterschiedlichen Größen. Eine gewisse Mindestgröße für den Transport eines Rollstuhls ist jedoch erforderlich. Entsprechend müssen am Treppenauf- und -abgang ebenerdige und waagerechte Stellflächen realisierbar sein. In der Parkposition kann die Plattform hochgeklappt werden, so dass der Lift dann am Rand der Treppe nur wenig Raum einnimmt.

Der Lift wird über Bedienelemente am Lift selbst oder per Fernbedienung gesteuert. Auf Anforderung klappt die Plattform aus ihrer Parkposition herunter und kann anschließend über seitliche Auffahrrampen bequem mit dem Rollstuhl befahren werden. Bevor es auf- oder abwärts geht, klappen diese Rampen automatisch hoch, so dass der Rollstuhl nicht zurückrollen kann. Wer den Lift mit dem Rollator nutzt, nimmt während der Fahrt auf dem aufklappbaren Sitz sicher Platz.

Broschüre zum Thema

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In dieser Broschüre stellen wir Ihnen Treppenliftsysteme für den privaten Wohnbereich vor und erklären, welche Finanzierungshilfen und Zuschüsse Sie für die Wohnraumanpassung in Anspruch nehmen können.

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Treppenlifte

Ein Treppenlift wird zum unentbehrlichen Hilfsmittel, um mühelos und sicher verschiedene Etagen zu erreichen.

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Sitzlift

Mit Hilfe von besonders robusten und wetterfesten Sitzliften können auch Stufen im Außenbereich problemlos überwunden werden.

Plattformlift

Plattformlift

Plattformlifte können im Innen- und Außenbereich, bei geraden und kurvigen Treppen eingebaut werden.